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Naturgesetze

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Naturgesetze

Energiesparen mal anders

Keine Frage, gegen die Strömung zu schwimmen kostet deutlich mehr Kraft, als sich vom Wasser einfach flussabwärts treibenzulassen. Ebenso ist leicht erkennbar, dass die Schwerkraft mich auf sehr angenehme Weise unterstützt, wenn ich mit dem Rad eine bergige Abfahrt hinabbrause. Ohne jegliche Pedalbewegung gleite ich ganz von selbst hinunter ins Tal. Einfach herrlich! Bleibt die Frage, warum ich diese Form der natürlichen Unterstützung nicht auch in anderen Bereichen meines Lebens sinnvoll nutze. Warum bitteschön setze ich diese Prinzipien nicht auch im privaten oder beruflichen Alltag ein? Wieso unterbreche ich den natürlichen „Flow“ aufgrund des ständigen Drangs, alles zeitlich perfekt organisieren zu müssen und die Abläufe möglichst effizient zu takten?

Aus dem Auge, aus dem Sinn

Manche Zusammenhänge sind vermutlich schlicht nicht so leicht erkennbar wie das für jeden Offensichtliche. Die Strömungsenergie des Wassers ist in aller Regel körperlich deutlich wahrnehmbar, wenn ich in den Fluss steige. Ebenso spüre ich das Gewicht meiner Einkaufstüten merkbar, wenn der Aufzug kaputt ist, und ich sie in den vierten Stock hinaufschleppen muss. Dass aber auch meine zu unflexible Zeitgestaltung mich energetisch unnötig belasten könnte, ähnlich dem Gewicht meiner Einkaufstasche, kommt mir oft nicht unmittelbar in den Sinn.

Es gibt also scheinbar jede Menge „ungeschriebener“ Gesetzmäßigkeiten der Natur, die im Alltag aus dem Sichtbereich des modernen Menschen gerutscht sind und die deshalb auch nur selten bewusst genutzt werden. Schlimmer noch! Sie werden häufig sogar absichtlich boykottiert, da immer strengere Konventionen oder gesellschaftliche Verhaltensmuster dies scheinbar erforderlich machen.

von Dirk Stegner

19. Januar 2023


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Ein kleines Beispiel

Damit Sie besser verstehen können, wovon genau ich spreche, hier vielleicht ein kleines Beispiel:

Für viele ist das Putzen oder Aufräumen der eigenen vier Wände keine besonders angenehme Aufgabe. Auch mir geht es häufig so, wenn ich am Samstagmorgen den Wischeimer startklar mache, um die Bude durchzuputzen, obwohl ich mich viel lieber meinem Hobby widmen würde. Mit diesem Gedanken im Kopf empfinde ich diese Tätigkeit dann in aller Regel als Last. „Blöde Putzerei!“, beschwert sich mein Verstand lautstark. Miesgelaunt ziehe ich das scheinbar Unvermeidbare trotzdem durch, schließlich ist Samstag ja Putztag!

Um es klar und deutlich zu sagen: Etwas zu tun, ohne zumindest ein bestimmtes Maß an Freude oder Spaß dabei zu empfinden kostet Energie! Das Gefühl, etwas tun zu müssen oder dazu verpflichtet zu sein, bringt in gewisser Weise meine innere Balance aus dem Gleichgewicht. „Ich könnte längst viel angenehmere Dinge erledigen, wenn da nicht diese stumpfsinnige Plackerei wäre.“, denke ich mir. Die Pflichterfüllung „stiehlt“ mir, aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet, quasi ein Stück meiner Lebenszeit. Wie gemein ist das denn bitteschön?

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Leider gibt es im Leben immer Dinge, die einem vielleicht weniger Spaß machen und dennoch erledigt werden müssen. Das stimmt sicherlich. Manches, wie auch das Reinigen der eigenen Wohnung, ist für viele unvermeidbar. Dennoch gibt es ein Schräubchen, an dem ich zur Erhaltung meiner inneren Balance jederzeit im positiven Sinne drehen kann. Es ist die Einstellung zu dem, was ich tue und wie ich es tue. Im Klartext: Auch wenn ich vielleicht nicht immer bestimmen kann, ob ich etwas erledigen muss, so kann ich in vielen Fällen dennoch bestimmen, wann ich dies tue. 

Der Trick dabei ist es, Dinge immer dann zu tun, wenn man zumindest etwas Lust darauf hat. Die Energie folgt in diesen Fällen stets der Aufmerksamkeit. Lenke ich diese auf das negative Pflichterfüllungsgefühl, werden mein Körper und meine Laune mir das sicherlich nicht sonderlich danken. Erledige ich die Arbeit hingegen dann, wenn ich mich gedanklich auf eine saubere Wohnung und das anstehende gemeinsame Essen mit Freunden freue, sieht mein innerer Energiepegel meist schon ganz anders aus. Und auch ein bisschen musikalische Unterstützung kann sicher nicht schaden. 

Mit dem energetischen Strom schwimmen

Was auf den ersten Blick wieder einmal nach Wortklauberei und rosaroter Brille anmutet, erweist sich auf den zweiten jedoch als sehr hilfreiches Instrument, um im wahrsten Sinne des Wortes mit dem energetischen Strom zu schwimmen und nicht gegen ihn ankämpfen zu müssen. Je öfter ich mich also treiben lasse und soweit immer möglich spontan das erledige, worauf ich in dieser Minute Lust habe, desto weniger Energie kostet mich die Arbeit. Im Idealfalle entsteht dabei sogar ein gewisses Zufriedenheitsgefühl, was sich wiederum auch körperlich in Bezug auf das eigene Glücksempfinden positiv bemerkbar machen kann. Die Empfindung von Zufriedenheit und einer gewissen inneren Haltung der Dankbarkeit schafft tendenziell das Gefühl glücklich zu sein. Glück ist damit keine Frage mehr, die von irgendwelchen äußeren Umständen abhängt, sondern die logische Konsequenz der eigenen inneren Einstellung und Sichtweisen. Schon wieder so ein Naturgesetz ... 

Vorläufige Erkenntnisse

Mein kleines Beispiel zeigt zwei Dinge recht eindruckvoll. Erstens: Weniger offensichtliche „Naturgesetze“ sind von modernen und verkopften Menschen häufig gar nicht so leicht als solche zu erkennen. Es braucht manchmal etwas Übung und Muße, die wahren Zusammenhänge auch mal aus einem anderen Blickwinkel erkenntnisbringend betrachten zu wollen. Und genau diese Zeit wollen sich immer weniger Menschen leisten, obwohl sie gerade dadurch ja unterm Strich sogar Zeit und Energie einsparen könnten. Eine im wahrsten Sinnes des Wortes paradoxe Situation.

Zweitens: Das Vertrauen in die Natur oder vielleicht besser in einen natürlich harmonischeren Ablauf der Alltagsereignisse senkt den persönlichen Stresslevel deutlich. Und weniger Stress bedeutet auch ein gesünderes Leben, mit all den daraus resultierenden Vorteilen.

Effizienter arbeiten

Diese Art der Tagesgestaltung lässt sich mit etwas Übung auch ganz leicht auf berufliche Dinge ausweiten. Nicht nur Selbständigen ist es häufig möglich, die Zeitpunkte der Abarbeitung bestimmter Aufgaben zumindest teilweise flexibel zu handhaben. Insbesondere dann, wenn zur besseren Laune auch noch ein klarer Geschwindigkeitsvorteil ins Spiel kommt, werden in aller Regel selbst Vorgesetzte offener und experimentierfreudiger. Denn: Erledige ich meine Aufgaben zum „richtigen Zeitpunkt“, kann ich sie meist auch zügiger ausführen. Ein klares Plus also ebenso in Sachen Effizienz.

Mein Tipp:

Ein kleines bisschen weniger Planung, dafür eine Prise mehr Bauchgefühl und schon wird die Sache meist um ein Vielfaches angenehmer. Wandeln Sie Ihre Tage in kleinen Schritten vom vollständig verplanten Tagesprojekt hin zum intuitiven Wohlfühltag.

Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis: Diese Anleitung ist ausdrücklich KEIN Aufruf dazu, der „Aufschieberitis“ ungehemmt zu frönen. Es geht lediglich darum, die Auswahl der zu erledigenden Aufgaben des Alltags in eine neue, harmonischere Reihenfolge zu bringen und auch mal auf entsprechende Erholungspausen zu achten. Viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung.

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Die Rauhnächte

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Übung: Altes loslassen, neue Ziele sinnvoll setzen

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Die Rauhnächte

Altes loslassen, neue Ziele sinnvoll setzen

Nicht nur das alte Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Auch in vielen persönlichen Bereichen kündigt sich in diesen Tagen ein bevorstehender Wechsel an. Spürbar wird das meist durch ein Gefühl der Unsicherheit, das sich von der Magengegend körperaufwärts ausbreitet. Das, was oft über viele Jahre hinweg als sinnvoll und „richtig“ galt, erscheint plötzlich in einem neuen veränderten Licht. Altes ist dabei noch nicht richtig vergangen, Neues aber noch nicht wirklich greifbar, ganz so, als säße man irgendwie zwischen den Stühlen. 

Zwischen den Jahren

Auch die Zeit „zwischen den Jahren“ ist ein solcher Abschnitt, der den bevorstehenden Jahreswechsel einläutet. Der ideale Zeitpunkt also, um die Erfahrungen noch einmal in Ruhe Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen. Was habe ich alles erlebt? Was davon hat mir gutgetan und was eher nicht? Wo halte ich vielleicht noch an alten Mustern und Gewohnheiten fest, obwohl ich sie eigentlich gar nicht mehr benötige? Was gibt mir Kraft und wo verliere ich eher ich Energie?

Ruhe und Neuausrichtung

Die Zeit der sogenannten Rauhnächte vom 25. Dezember bis zum 5. Januar lädt dazu ein, genau das zu tun. Viele haben Urlaub, etliche Geschäfte und Behörden sind geschlossen und auch sonst scheint die Zeit in diesen 12 Tagen und Nächten etwas gemächlicher abzulaufen. Es besteht also auch für den modernen Menschen nur selten die gefühlte Gefahr, irgendetwas zu verpassen. Genau der richtige Zeitpunkt also, um innezuhalten, zur Ruhe zu kommen, Bilanz zu ziehen, auf neue Impulse zu achten und denen im neuen Jahr auch zügig Taten folgen zu lassen. 

von Dirk Stegner

21. Dezember 2022


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Wie könnte das in der Praxis aussehen? 

Nehmen Sie sich Zeit für sich! Ziehen Sie sich an diesen Tagen für ein oder zwei Stunden zurück und entspannen Sie. Egal ob drinnen oder draußen. Einfach mal ein paar Minuten Pause machen und die Gedanken ziehen lassen. 

Weg mit dem Alten!

Nehmen Sie sich Papier und Stift zur Hand und notieren darauf stichpunktartig all das, was Sie im vergangenen Jahr verletzt, oder Ihnen schlicht nicht gutgetan hat. Gehen Sie dabei Monat für Monat durch und schreiben Sie einfach drauf los. Die Liste darf ruhig auch emotional werden, wenn Ihnen danach ist. 

Beenden Sie die Aufzählung mit einem Satz der Dankbarkeit. Sinngemäß könnte der Abschluss wie folgt lauten: 

„Ich danke auch für all diese Erfahrungen, die mir gezeigt haben, dass ich dies ab sofort nicht mehr möchte. Ich danke auch allen, die daran auf irgendeine Weise mitwirkten. Ich verzeihe mir und allen Beteiligten. Ich lasse all das jetzt ein für alle Mal los und öffne mich für erfüllendere und bereicherndere Erfahrungen. Danke!“

Wichtiger Hinweis:

Durch das Gefühl der Dankbarkeit nehmen Sie die Ist-Situation an und öffnen zeitgleich Ihren Geist für die ersehnten Veränderungen. Durch den Akt des Verzeihens lösen Sie sich gleichzeitig emotional von unerwünschten Situationen. Sollte Ihr Geist dabei rebellieren, trösten Sie ihn damit, dass Verzeihen nicht automatisch bedeutet, erfahrene Kränkungen oder Unrecht im Nachhinein zu tolerieren! Es ist lediglich eine Geisteshaltung, ähnlich dem, wie Sie sicherlich auch einem tollpatschigen Kleinkind verzeihen würden, dass eben mit dem Farbstift künstlerisch Ihre Tapete „verschönert“ hat.

Weiter geht’s ...

Falten sie den Zettel nun und verbrennen Sie ihn an sicherer Stelle (Gartengrill, Kamin, Feuerschale, etc.). Veranstalten Sie dabei Ihr eigenes kleines Ritual für die Feuerbestattung Ihres Zettels. Achten Sie auch auf die Art und Weise wie das Papier verbrennt: schnell oder langsam, mit heller Flamme oder stark qualmend, usw. Auch das könnten Hinweise für Sie sein.

Alles auf Anfang

Nun ist der Weg frei. Machen Sie sich die nächsten Tage Gedanken darüber, was sie ab jetzt gerne stattdessen erleben möchten. Wie soll Ihr Leben nun künftig aussehen? Was ist Ihr Ziel und was wäre der erste kleine Schritt, um dieses zu erreichen? Schreiben Sie’s auf und beginnen Sie damit dieses Ziel zu visualisieren. Stellen Sie sich gedanklich vor, Ihre Wünsche wären bereits Realität. 

Noch Zweifel?

Sollten sich dabei Zweifel oder negative Gedanken breitmachen, so kennen Sie ja bereits die Macht des Feuers. Notieren Sie diese falls nötig erneut und ab damit in die „transformierenden Flammen“. 

Was dann?

Bleiben Sie auch nach den Rauhnächten am Ball und versuchen Sie, jeden Tag ganz unverkrampft und spielerisch Ihren gesetzten Zielen einen kleinen Schritt näher zu kommen. Sie werden spüren, dass Sie mit der Zeit immer dankbarer und zufriedener werden, denn auch wenn die Einzelschritte vielleicht sehr klein sein mögen, steht an deren beherztem Ende irgendwann ganz sicher Ihr Ziel.

Wann ist ein Einzel-Caching hilfreich?

Es kann durchaus sein, dass es Phasen gibt, in denen Sie alleine vielleicht nicht weiterkommen oder sich gedankliche Hindernisse auftun, die Sie überfordern. Ein Einzel-Coaching in der Natur kann dann eine recht sinnvolle Hilfestellung sein. Es hilft Ihnen dabei, das meist mentale Hindernis aufzuspüren und mit gezielten Coaching-Übungen zu überwinden zu lernen.

Ich wünsche Ihnen angenehme Rauhnächte und eine schöne Weihnachtszeit!

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Orientierung im „Veränderungschaos“

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Eine kleine Fokusübung

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Orientierung im „Veränderungschaos“

Eine kleine Fokusübung

Die Geschwindigkeit, in der der sich die Umstände in unserem Leben ändern, hat in den letzten drei Jahren noch einmal so richtig an Fahrt aufgenommen. Wir müssen uns wohl oder übel von Altbekanntem trennen und manchmal sogar häufig von jetzt auf gleich auf Neues einlassen. Kaum jemand bleibt von diesem innerlichen wie äußeren „Veränderungschaos“ dieser Tage verschont, auch wenn die persönlichen Herausforderungen dabei oft ganz unterschiedlicher Natur und Intensität sein können. Speziell in dieser Situation ist es nicht leicht, die eigenen Ziele und Wünsche nicht aus dem Auge zu verlieren. Wo stehe ich gerade und welchen Weg möchte ich in Zukunft einschlagen, lautet da oft die bange Frage, deren Beantwortung durch die tägliche Flut neuer verwirrender Negativschlagzeilen meist zusätzlich erschwert wird.

Ungewohnte Verhältnisse

Ein klein wenig erinnert mich die Situation an ein Parkmanöver neulich auf dem Supermarktparkplatz. Anders als gewohnt waren gleich mehrere Stellplätze direkt nebeneinander frei. Sicher ein Leichtes da einfach rückwärts einzuparken, also kurz schwungvoll ausgeholt, den Rückwärtsgang eingelegt und ganz geschmeidig zurückgestoßen. Platz war ja genug und kein Auto auf das ich hätte achten müssen. Doch statt sauber auf der eingezeichneten Parkfläche zu stehen, befinden sich die linken Räder meines Autos nun direkt auf, und nicht neben, der mit grauen Pflastersteinen angedeuteten Markierung.

Statt aufmerksam in den Rückspiegel zu sehen und mich an einem der dort bereits parkenden Fahrzeuge orientieren zu können, war ich mir sicher auch so „auf der richtigen Spur“ zu sein. Durch die platztechnisch ungewöhnlich großzügigen Verhältnisse dachte ich, auf meine bewährte Einparktechnik verzichten zu können. Das Fehlen eines Bezugs- oder Orientierungspunktes – die angedeutete Linienführung war im Dämmerlicht des schlecht ausgeleuchteten Parkplatzes im Rückspiegel nur schwer zu erkennen – misslang das sonst eigentlich so einfache Parkmanöver.

Keine Orientierungshilfen mehr

Doch auch abseits der Zivilisation erlebte ich neulich eine ganz ähnliche Situation draußen im Wald. Bedingt durch die großflächige Rodung vieler Areale, auf denen vorher hohe Fichten mit Borkenkäferbefall standen, hat sich das sonst so vertraute Bild meines „grünen Revieres“ vom einen auf den anderen Tag ziemlich radikal verändert. Enge Rückegassen oder moosflankierte Trampelpfade, die mir vorher als Orientierungshilfen bei der Wegfindung dienten, sind nun nicht mehr erkennbar. Die altbekannten Pfade sind mangels der flankierenden Baumriesen, und zusätzlich bedeckt vom übriggebliebenen Ast- und Rindenmaterial, buchstäblich verschwunden. Nicht leicht, sich in diesem Chaos zurechtzufinden.

Zeiten des Wandels

Die beiden Beispiele veranschaulichen sehr gut, wie ich finde, was sich gerade täglich aufs Neue gesellschaftlich und wirtschaftlich vor unseren Augen abspielt. Viele alte Strukturen beginnen zu bröckeln oder haben sich bereits gänzlich aufgelöst und bieten damit auch ungewohnten Raum für Neues. Lange Jahre Vertrautes ist mit einem Mal verschwunden oder gerät ins Wanken, egal ob es sich dabei um den Beruf, Freundschaften oder vielleicht auch nur die Bäckerei um die Ecke handelt. Es fühlt sich so an, als würde sich das eigene Leben derzeit wesentlich rasanter als sonst verändern. Die Vielzahl der kleinen und größeren Krisen um uns herum scheinen diesen Vorgang nur noch weiter anzufachen und desen Ablauf zu beschleunigen. Kein Tag vergeht, an dem die Medien nicht jede Menge Nachschub in Sachen beängstigender Nachrichten liefern: Die Inflation, das marode Gesundheitswesen, der Ukrainekrieg und ein drohender Klimakollaps. Kurzum, nichts, was uns in irgendeiner Weise dazu veranlassen könnte, wieder etwas ruhiger zu schlafen. Das „normale Leben“, wie man es bisher persönlich führte verändert sich jeden Tag ein Stückchen mehr, ob man es nun möchte oder nicht. 

Willkommen im „Veränderungschaos“

Für viele Menschen vor allem deshalb ein beunruhigendes Gefühl, weil man in all dem „Chaos“ der Umgestaltung sehr leicht die Orientierung und den eigenen Fokus verlieren kann. Durch das ständige Beschäftigtsein mit dem krampfhaften Reagieren auf äußere Veränderungen schmelzen die Zeit- und Kraftressourcen sehr schnell dahin, die vormals auf das Wichtige und Wesentliche konzentriert waren. Da sich diese neuen und unbekannten Umstände meist nicht gedanklich „kontrollieren“ lassen, entsteht oft auch ein Gefühl der Hilflosigkeit und der zunehmenden Unsicherheit. Ganz ähnlich, wie in den beiden eingangs erläuterten Beispielen fehlen schlicht die Bezugspunkte anhand derer man sich im Leben, wie auch auf dem Parkplatz oder im Wald, einfacher zurechtfinden kann. Ohne Markierungslinie und markante Baumwegweiser sind die vormals vertrauten Pfade eben weniger leicht zu erkennen und drohen in der Unübersichtlichkeit der jeweiligen Situation sogar ganz unterzugehen. Was also tun?

von Dirk Stegner

22. November 2022


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„[...] Ähnlich einer Skala, an der ich mich orientieren kann, wenn ich nicht genau weiß, wie viel Zucker oder Mehl noch in den Kuchenteig muss, sind im Leben entsprechende Orientierungsmarken eben hilfreich. Räumlich, zeitlich aber vor allem mental. Derartige Grenzen finden sich im Übrigen auch in der Natur. [...]“

Auszug aus: Dirk Stegner „Warum es keine Angsthasen gibt“

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Kompass, statt Sichtflug

Sich auf die Bezugspunkte konzentrieren, lautet meine Antwort auf diese Frage. Und zwar auf die Inneren und nicht auf die wegbrechenden Äußeren! Genauso wie es im Sichtbereich wahrnehmbare Referenzpunkte gibt, so finden wir diese auch innerhalb des Körpersystems. Es ist in erster Linie das Bauchgefühl, dem wir in derartigen Situationen die Orientierung anvertrauen sollten. Im Gegensatz zum „Flug auf Sicht“, funktioniert es eher wie ein unbeeinflussbarer Kompass, der uns auch im dichten Nebel sicher die Richtung weist. Das Ganze klingt zunächst etwas theoretisch und philosophisch, lässt sich jedoch mit den folgenden Tipps auch in der Praxis recht einfach umsetzen.

Eine kleine Übung

Richten Sie den gedanklichen Fokus wieder neu aus! Und zwar auf das was Sie wollen und nicht auf das, was Sie nicht wollen. Eine kleine Übung, die dabei helfen kann, ist zum Beispiel die Folgende.

Wenn Sie nicht gänzlich auf den Nachrichtenkonsum verzichten möchten, dann konzentrieren Sie sich doch einfach auf die Informationen, die aus Ihrer Sicht positiver Natur sind. Schneiden Sie jeden Tag bei der Zeitungslektüre zum Beispiel mindestens einen Artikel aus, der über etwas Positives oder Erstrebenswertes berichtet. Schon nach kurzer Zeit werden Sie erleben, wie Sie die Nachrichten mit einer völlig anderen Intention durchstöbern, als Sie das noch ein paar Tage zuvor taten. Ihr Fokus hat sich schrittweise verändert.

Was will ich wirklich?

Bewaffnen Sie sich zusätzlich in einer ruhigen Minute mit Block und Stift und schreiben Sie auf, was Sie in Ihrem Leben gerne erreichen oder erleben wollen. Fangen Sie einfach an und notieren Sie Ihre Herzenswünsche. Und zwar nur diese und keine Dinge, die sich andere für Sie oder Sie sich für andere wünschen. Bleiben Sie ganz bei sich. Nehmen Sie sich hierfür genug Zeit, denn diese Übung darf gerne etwas dauern. Vielleicht sogar mehrere Tage.

Machen Sie sich im Anschluss Gedanken darüber, wer oder was genau Sie an der Erreichung dieser Herzenswünschen momentan eigentlich hindert. Gibt es eine reelle Chance, dies zu ändern? Na klar gibt es die! Beginnen Sie damit, und zwar in kleinen und für Sie realisierbaren Schritten. Machen Sie sich daran diese Hindernisse Stück für Stück aus dem Weg zu räumen und bewegen Sie sich somit automatisch immer weiter auf die Erfüllung Ihrer Wünsche zu.

Wieder auf dem Weg

Ehe Sie sich versehen, sind Sie bereits auf dem Weg. Das erwähnte Bauchgefühl wird Sie dabei zusätzlich unterstützen, denn alles, was Sie für die sichere Navigation auf unbekanntem Terrain beachten müssen, ist das gute Gefühl. Spüren Sie im Zweifelsfalle einfach in sich hinein und hören Sie darauf, was Ihre Körperintelligenz dazu sagt. Fühlt sich etwas gut an? Dann wird es für Sie auch der richtige Weg oder die passende Wahl sein!

Auf diese Weise lenken Sie ganz bewusst den Fokus wieder auf das, was Sie sicher durch unsichere Zeiten manövrieren lässt: das Gefühl, und nicht die reine Information. Informationen lassen sich manipulieren, Gefühle hingegen nicht. Und genau diese sind Teile der bislang fehlenden neuen inneren Bezugspunkte, die für die Orientierung so wichtig sind. Mit etwas Vertrauen in die eigene Person und Ihre ganz individuellen Fähigkeiten steigt auch die Zuversicht. Und mit ihr die Art und Weise, wie Sie die momentane Veränderungssituation erleben. Vielleicht ja ab sofort als Chance, statt als Verlust.

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Entspannte Ausbildungswoche im August in Ankarsrum

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Erste Praxiswoche in Schweden erfolgreich gemeistert

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Entspannte Ausbildungswoche im August in Ankarsrum

Erste Praxiswoche in Schweden erfolgreich gemeistert

Vom 22. bis zum 28. August fanden die Praxistage der Ausbildung zum Natur-Coach zum ersten Mal im Ausland statt. Genauer gesagt, waren wir diesmal in der Region Ankarsrum zu Gast und hatten dabei jede Menge Spaß bei der Arbeit in der wunderschönen schwedischen Natur.

Blick auf den Långsjön, der selbst gegen Ende der Saison noch mit angenehmen Badetemperaturen aufwartete

Wir trafen uns bereits am Samstag vor Ausbildungsbeginn auf dem Campingplatz von Karin und Roger (www.langsjon.se) und so hatte jeder genug Zeit, dort anzukommen. Wer konnte, nutzte die Zeit bereits für einen Abstecher in den nahegelegenen Elchpark, für ausgiebige Spaziergänge oder das Badevergnügen im angenehm temperierten Langsjön, gleich neben dem Platz.

Am Montag ging es dann zum ersten Mal raus in die umliegenden Wälder und an die Suche geeigneter „Kraftplätze“ für die anstehenden Praxistage. Auf dem Programm standen die folgenden Tage, neben dem strukturierten Aufbau von Natur-Coaching-Sessions, auch jede Menge Übungs- und Trainingseinheiten für die bereits aus dem E-Learning theoretisch bekannten Techniken. Wie immer hatten wir dabei Glück mit dem Wetter. Bei angenehmen 20 Grad und meist auch reichlich Sonnenschein ließ es sich dort gut aushalten.

von Dirk Stegner

13. September 2022

Im Wald gleich hinter unserem "Basislager"

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, nur den Duft der frischen Waldluft kann es noch nicht transportieren.

Nicht nur die schier grenzenlose Natur, sondern auch der extrem relaxte Lebensstil der Schweden inspirierten die Teilnehmerinnen, Kerstin und mich dazu, die geplanten Praxiseinheiten entsprechend entspannt anzugehen. Lernen und Üben auf eine sehr intuitive und angenehme Weise. Nach den Ausbildungseinheiten traf man sich auch im Anschluss gerne auf dem Platz für gemeinsame Aktivitäten oder unserem fast schon täglichen Feierabendplausch auf Karins Terrasse bei einer guten Tasse Tee oder Cappuccino.

Ausbildungswochen in Skandinavien 2023

Bestätigt durch die positiven Erfahrungen, finden die Praxistage auch nächstes Jahr wieder in Ankarsrum statt, nachdem wir im Juni mit der Ausbildung im Süden Norwegens zu Gast sein werden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in meiner Terminübersicht:

Praxiswoche 2023 in Ulefoss (Norwegen)

Praxiswoche 2023 in Ankarsrum (Schweden)

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Der (eigenen) Natur wieder vertrauen

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Angst vor Krankheit, Unsicherheit und Verlust

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Der (eigenen) Natur wieder vertrauen

Angst vor Krankheit, Unsicherheit und Verlust

Als eine gute Freundin mir neulich „amüsiert“ von einem Blogartikel auf der Plattform DocCheck berichtet, hätte ich es bereits wissen müssen. Es wäre sicher besser gewesen, diesen nicht zu lesen. Aber zu spät, die Neugier war doch stärker und so fliegen meine Augen auch schon über die Zeilen. Schnell erkenne ich, dass es dem anonymen Autor scheinbar darum geht, sich in einem regelrechten Rundumschlag über alle alternativen Heilansätze lustig zu machen. Angefangen von den Bachblüten über die klassische Homöopathie bis hin zu den Anthroposophen bezeichnet er all diese Ideen und Verfahren als „absurden Blödsinn“ und tituliert im selben Atemzug all diejenigen, die damit ihr Geld verdienen, als „Schwurbler“ und Betrüger. „Harter Tobak“, denke ich mir, als ich die Worte lese und merke, wie die Wut des Autors irgendwie auf mich übergreift. Selten habe ich in letzter Zeit einen respektloseren Artikel gelesen und stelle dabei fest, dass der Ton den „Faktenunwilligen“ gegenüber mittlerweile extrem rau und beleidigend geworden ist.

Respektlosigkeit gegenüber der Natur

Ich halte kurz inne und beginne darüber nachzudenken, was mich an diesen Zeilen eigentlich so wütend macht. Schließlich könnte ich die Worte mehr oder weniger amüsiert zur Kenntnis nehmen und den Artikel einfach beiseitelegen. Nach kurzer Zeit erkenne ich, dass es nicht die Worte an sich sind, die mich so in Rage versetzen. Es ist vielmehr die dahinter stehende Sichtweise, die mich auf die Palme bringt. Die Respektlosigkeit gegenüber der Natur und jeder Form der Naturverbundenheit. Ohne solide wissenschaftliche Fundierung und Beweisverfahren scheint der Mensch eben zu keinerlei Heilung fähig zu sein, vom Placeboeffekt einmal abgesehen, so der Verfasser. Dass alleine schon die bloße Anwesenheit in der Natur eine beruhigende und die Selbstheilungskräfte anregende Wirkung haben kann, würde der Autor sicherlich ebenso in das Reich der Mythen und des Aberglaubens verbannen, wie die Wirkung pflanzenbasierter Arzneimittel an sich. Jahrtausende altes Heilwissen einfach so mit einem Hinweis auf den fehlenden wissenschaftlich akzeptierten Nachweis mit einem Streich vom Tisch gewischt. Das nenne ich mal effektiv!

Keine andere Meinung

Das erste Problem, das ich in der derartig verurteilenden Denkweise sehe, ist nicht so sehr der tatsächliche Disput über bestimmte Inhalte. Jeder darf und sollte seine eigenen Thesen offen vertreten dürfen. Auch das ist im übrigen Teil der Wissenschaft! Es ist vielmehr die Art und Weise, wie Menschen anderer Überzeugung systematisch als „dumme Schwurbler“ stigmatisiert werden. Wer nur ansatzweise eine selbstheilende Form der natürlichen Körperintelligenz postuliert, bewegt sich aus Sicht des selbsternannten „wissenschaftlichen Aufsichtspersonals“ offensichtlich bereits auf dünnem Eis und läuft leicht Gefahr in den „Schwurblerteich“ einbrechen zu können.

Dabei ist der Wunsch und Drang nach einem natürlichen Lebensstil und einem geistigen Zuhause inmitten der Natur noch nie ausgeprägter gewesen wie heute. Immer mehr Klienten leiden zwischenzeitlich unter vorher nicht gekannten gesundheitlichen Ängsten. Trotz eines nie besser aufgestellten medizinischen Instrumentariums haben viele Angst davor, unheilbar krank zu werden. Sie fürchten sich, sogar bei negativen Befunden und Diagnosen derart vor einer möglichen Erkrankung, dass Schlaflosigkeit oder Panikattacken die häufigen Folgen sind. Entgegen der engagierten Darstellung des DocCheck-Autors scheint also doch auch eine seelische Dauerbelastung zu ganz real nachweisbaren körperlichen Symptomen führen zu können. Derartige Stimmungsmache gegen jeden, der seine eigenen Selbstheilungskräfte wieder anerkennt, scheint nicht zuletzt in Zeiten klammer Gesundheitskassen und Kliniken mit chronischem Personalnotstand reichlich deplatziert und für das Gesundheitssystem nur weiter „symptomverschlimmernd“ zu sein.

von Dirk Stegner

12. August 2022

„[...] Kurz um, wir könnten ein souveräneres, freieres und selbstbestimmteres Leben führen. Wäre das nicht wunderbar? Aber warum tun wir das eigentlich nicht?

Ganz einfach: weil uns häufig das nötige Vertrauen abhandengekommen ist. Wir vertrauen nicht mehr, weder der Natur, noch uns selbst. Je aufgeklärter und wissenschaftlicher die Gesellschaft geworden ist, desto weiter hat sie sich meines Erachtens nach auch von der Natur entfernt. Und vor allem haben sich die meisten von dem losgesagt, was sie als Mensch, und damit einem Teil der Natur, überhaupt ausmacht. [...]“

Auszug aus: Dirk Stegner „Warum es keine Angsthasen gibt“

Existenz der Nichtwirksamkeit

Für das zweite Problem, das ich in einer derartig einseitigen Sichtweise sehe, muss ich noch etwas weiter ausholen. Ich mag die Wissenschaft, denn es ist ja nichts Verwerfliches daran, dem eigenen Forscherdrang nachzugehen. Als Mensch bin ich einfach neugierig und möchte wissen, wie und warum bestimmte Dinge funktionieren. Das ist beeindruckend und bringt oft auch neue Heilansätze hervor. Die medizinische Forschung hat jedoch grundsätzlich das Problem, dass sie immer nur einzelne Teilaspekte des menschlichen Körpers im Detail beobachten und erforschen kann. Sie pickt sich einen Sachverhalt isoliert von anderen heraus und untersucht diesen genauer. Daraus können dann schließlich bestimmte Schlüsse gezogen werden, die jedoch lediglich auch für diesen begrenzten Blickwinkel auf das hyperkomplexe Wunderwerk Mensch gelten. Will heißen: Nur weil es Wissenschaftlern (noch) nicht gelingt, den technischen Nachweis beispielsweise für die Wirksamkeit der Phytotherapie bezogen auf das Untersuchungsmodell zu erbringen, kann deren Wirkung generell aber auch nicht ausgeschlossen werden. Es ist also nicht die Wissenschaft selbst, die behauptet, dass die Phytotherapie grundsätzlich nicht funktioniert, sondern diejenigen, die aus der im Experiment (noch) nicht nachweisbaren Wirksamkeit eine Grundsatzentscheidung ableiten wollen. So wie es in dem Falle unmöglich war, die Wirksamkeit zu bestätigen, ist es im Umkehrschluss genauso unmöglich, die generelle Nichtwirksamkeit der Methodik als solche zu attestieren. 

Ein anderer Blickwinkel

Was wieder einmal nach Wortklauberei klingt, hat aber in Bezug auf das Vertrauen der Menschheit in das gewaltige Heiler- und Versogerpotenzial der Natur extrem reale Auswirkungen. Es entsteht somit oft der Eindruck, die Wissenschaft könne die Welt, in der wir leben nahezu vollumfänglich erklären und beschreiben. Aber genau das kann sie leider nur zu einem winzig kleinen Teil. Wer daraus ableitet, dass es bestimmte empirische Phänomene daher grundsätzlich nicht geben kann, der begeht logisch betrachtet denselben Fehler, wie diejenigen, die aus der Wissenschaft den schulmedizinischen Gralshüter der Moderne machen wollen. Das Problem einer derartigen Sichtweise liegt meines Erachtens genau darin, dass sie aus einem verbindenden „Und“ ein ausschließendes „Oder“ macht. Moderne Medizin kombiniert mit althergebrachten Heilmethoden wäre nicht nur eine Bereicherung für die Gesellschaft, sondern hätte auch für den Einzelnen zur Folge, dass sein natürliches Grundvertrauen in die Natur gestärkt würde, statt es weiter zu erschüttern.

„Was, wenn es wieder ein Virus gibt, gegen das die Forschung keinen Impfstoff entwickeln kann?“, lautet die bange Frage, derer, die gesundheitliche Ängste entwickelt haben. Aber genau hier wird der Unterschied der beiden Sichtweisen deutlich. Wer auf die Milliardenjahre alte natürliche Heilerfahrung des Biosystems Erde vertrauen kann, hat auch in solchen Momenten keinen Grund zu verzweifeln. Die Natur findet nicht nur einen Weg hinsichtlich der Entstehung neuer Viren und Bakterien, sondern hat im selben Atemzug auch immer das passende „Kraut“ dagegen in petto. Keine Reaktion ohne Gegenreaktion!

Was tun?

Will ich die gesundheitlichen und existenziellen Ängste wieder loswerden, so gelingt das am besten dadurch, dass ich mir und meinem Körper wieder vertrauen lerne. Wenn sich irgendetwas gut und gesund anfühlt, dann ist das in aller Regel auch so! Ich benötige hierfür sicher keine Absolution oder entsprechende Bestätigung durch die Wissenschaft. Ich kann und darf meinem Körpergefühl mit etwas Übung einfach trauen! Ganz empirisch und ohne statistische Unsicherheitsfaktoren. Genau diese Form der Selbstsicherheit und Unbeschwertheit gilt es für viele Menschen wieder zu erlangen. Und dabei hilft in aller Regel der Gang raus in den Wald. Hinaus an einen Platz, der mir die wichtigsten „Überlebens- und Naturprinzipien“ direkt und ungefiltert vor Augen führt. Einen Platz, an dem ich viel über mich selbst erfahren und Einsicht darüber erlangen kann, wer und wie ich wirklich bin.

Viel Spaß auf Ihrem Weg, raus in die Natur.

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Einfach mal wieder geniessen

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Pure Lebensfreude oder doch lieber solidarische Dauerbetroffenheit?

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Einfach mal wieder genießen

Pure Lebensfreude oder doch lieber solidarische Dauerbetroffenheit?

Als ich die letzten drei Wochen in den skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen unterwegs war, fiel mir insbesondere auf, dass die Menschen dort viel gelassener waren und wesentlich respektvoller miteinander umgingen. Egal ob im Supermarkt oder im privaten Rahmen, die meisten waren sichtbar freundlicher und wirkten um ein Vielfaches zufriedener als die Mehrheit der Einwohner hierzulande. Keine Beleidigungen im Straßenverkehr, kein Drängeln in den Geschäften, kein Meckern und Nörgeln, wenn mal etwas nicht so läuft und auch generell weniger spürbare Aggressivität, selbst in den größeren Städten, wie Malmö oder Oslo. Sogar als Gast fühlte ich mich irgendwie entspannter als zu Hause, denn die Zufriedenheit der Umgebung war auf angenehme Weise ansteckend. Da ich öfter auch beruflich dort unterwegs bin, kann ich mittlerweile sicher ausschließen, dass dieser Effekt lediglich etwas mit dem eigenen Urlaubsgefühl zu tun hatte. Irgendetwas scheinen die Nordländer also anders zu machen, als wir hier in Deutschland. Etwas, dass sie ganz offensichtlich zufriedener und glücklicher leben lässt.

Authentisches Lebensgefühl

Sicherlich sind es viele Faktoren, die das Glücklichsein beeinflussen, aber einer der wichtigsten, wie ich finde, ist das Gefühl der Zufriedenheit. Und genau dieses scheint mir dort wesentlich öfters anzutreffen zu sein, als hierzulande. Speziell bei meiner Rückkehr und der Einreise in Deutschland festigte sich dieser Eindruck weiter in mir. Kurz hinter dem dänsich-deutschen Grenzübergang begegnete ich ihr wieder, dieser typisch deutschen Gereizt- und Genervtheit. Und das, obwohl wir objektiv betrachtet, ebenfalls in einem wunderschönen Land leben dürfen. Im internationalen Vergleich gesehen geht es uns doch eigentlich sehr gut. Wie kommt es dann, dass andere Nationen ganz offensichtlich glücklicher, zufriedener und unbeschwerter leben als wir, fragte ich mich in diesem Moment. Warum sind die Menschen hier nicht auch so entspannt?

Gedanklich reise ich ein paar Tage zurück und betrachte mir das Szenario auf einem der tollen Campingplätze, die wir dort besuchten. Ich sehe zum Beispiel den typischen Norweger, der nach einer arbeitsreichen Woche den angenehmen Luxus seines Campers mit einigen Bekannten genießt und so neue Kraft für die bevorstehende Woche tankt. Auch wenn viele der Fahrzeuge dort groß und teuer sind, geht es hier weniger darum, den eigenen Luxus vordergründig zur Schau zu stellen, getreu dem bekannten Werbeslogan: mein Haus, mein Boot, mein Auto. Man genießt, was man hat und insbesondere auch die wertvolle Zeit mit den Freunden. Doch nicht nur die Frischluftfans, selbst die Menschen in den umliegenden Häusern oder entlang der Stadtpromenade mit ihren Geschäften, Restaurants und Cafés genießen ihre Zeit. Kaum einer macht einen gehetzten oder gereizten Eindruck, übrigens auch im Alltag nicht. Ein kurzer Plausch ist immer drin, selbst wenn es zum Beispiel der Fahrer eines Liefer-Lkws in Schweden oder Norwegen sicher genauso eilig hat, wie seine deutschen Kollegen.

Das nordische Geheimnis des Genießenkönnens

Wenn ich es auf einen kurzen Nenner herunterbrechen müsste, würde ich sagen, es ist diese Fähigkeit des Genießens und die Dankbarkeit, die dort wesentlich intensiver spürbar ist, als in den heimischen Breiten. Egal ob großes oder kleines Boot, Haus, Auto oder was auch immer. Man genießt, was man gerade hat und man darf es sogar zeigen, ohne dabei den Neid oder die Missgunst der anderen heraufzubeschwören. Niemand kommt um die Ecke und erklärt den „Genießern“, dass dieses Verhalten vielleicht gerade jetzt, angesichts vom Ukrainekrieg, Corona oder den Klimaproblemen ethisch und politisch nicht korrekt wäre. Keiner versucht, den anderen in irgendeiner Form dahingehend zu bekehren, dass „offene Zufriedenheit“ in diesen Tagen angesichts des weltweiten Leids wohl besser zu unterlassen wäre. Vermutlich würden sich dies die Nachfahren der Wikinger auch nicht gefallen lassen, denn trotz des Genusses auf der einen Seite, ist man sich der Verantwortung für Natur, Mensch und Klima auf der anderen Seite sehr bewusst. Man geht auch im Norden nicht leichtfertig mit Gefahren oder Ressourcen um, selbst wenn man es aufgrund des immenshohen Anteils von natürlich produziertem Strom möglicherweise sogar könnte.

Warum ist das Genussgefühl (lebens)wichtig?

Die Fähigkeit das Leben in vollen Zügen genießen zu können, gerät trotz – oder vielleicht auch gerade wegen - des sehr hohen Lebensstandards in Deutschland hingegen immer mehr unter die Räder. Warum ist Genuss oder die Fähigkeit des Geniessenkönnens eigentlich so wichtig? Der Genuss ist ein wichtiger Teil der Ausdrucksweise menschlicher Lebensfreude. Sie gibt einem im wahrsten Sinne des Wortes das Gefühl, mit sich selbst und dem aktuell Erlebten auf eine angenehme und energetisch bereichernde Weise rundum zufrieden zu sein. Man ist eins mit dem Leben. Es entsteht so ganz automatisch ein Zustand tiefer Verbundenheit und Akzeptanz, und genau der ist für ein gesundes und erfülltes Leben immens wichtig. Fehlt dieses Gefühl, so gerät der Mensch immer weiter aus der körperlich-seelischen Balance, was sich über einen längeren Zeitraum hinweg dann früher oder später auch körperlich spürbar machen wird.

von Dirk Stegner

27. Juni 2022

„[...] Lass mich das Ganze mal aus einer anderen Perspektive beleuchten. Mag sein, dass der Bettler in der Fußgängerzone derzeit einen sehr schlimmen Lebensabschnitt durchmacht. Es ist aber bestimmt so, dass diese Situation Teil seiner eigenen Wahrheit ist. Einer Wahrheit, welche Du nicht kennst, von der Du aber denkst, Du wüsstest alles darüber, weil es Obdachlosen per se einfach schlecht gehen muss.

Hast Du mal darüber nachgedacht, dass diese Situation für ihn auch so etwas wie ein Lernabschnitt in seinem Leben sein könnte? Vielleicht auch der Anfang von einem neuen Leben. Wolltest Du Dir anmaßen, darüber zu entscheiden, dass es für ihn „schlecht“ sein muss so zu leben? [...]“

Auszug aus: Dirk Stegner „In Wahrheit ich“

Was hält uns Deutsche eigentlich davon ab?

Genau diese Form der Lebensfreude scheint in Deutschland für viele zunehmend weniger greifbar. Offener Genuss gerät, nicht erst seit dem Beginn des Ukrainekrieges, mehr und mehr in Verruf. Immer häufiger steht vielerorts die Frage im Raum, ob man das grundsätzlich noch sollte. Darf ich als verantwortungsvoller Mensch heute überhaupt Freunde treffen, sie umarmen oder gemeinsam Essen und Tanzen gehen, gerade jetzt, wo Corona laut Medienberichten schließlich immer noch eine akute Gefahr für vulnerable Gruppen darstellen könnte? Sollte ich noch verreisen in Zeiten, in denen unser Klima durch zusätzliche, vielleicht vermeidbare Belastungen in Gefahr zu sein scheint? Sind öffentliche Feste und Großveranstaltungen angesichts des Leids in der Ukraine überhaupt noch moralisch vertretbar? Die Auslöser und Gründe für einen kollektiven Verzicht auf Genuss und Lebensfreude sind augenscheinlich vielfältig. Offenbar genauso vielschichtig, wie die Möglichkeiten, damit umzugehen. Unsere skandinavischen Nachbarn jedenfalls scheinen einen entspannteren Weg gefunden zu haben, mit diesem moralischen Dilemma klarzukommen. Weniger hysterisch und prinzipbetont, dafür einfacher ein Stück weit menschlicher und persönlicher, wie es ihrer naturverbundenen Lebensweise entspricht. 

Ein lehrreicher Blick in die Natur

Blicken wir hierzu vielleicht mal wieder raus in die Natur. Auch sie nimmt Anteil am „Leid“ ihrer Umgebung. Im Unterschied zum Menschen allerdings nicht durch ständiges Kundtun wohlwollender Absichten oder durch mitleidiges „Händchenhalten“, sondern durch konkrete Taten. Ihre Hilfe entsteht nicht aus einem moralischen Schuldempfinden, statt dessen agiert sie aus dem tiefen system- und artenübergreifenden Bewusstsein heraus, dass alles immer mit allem anderen verbunden ist. Egoistische Alleingänge machen aus ihrer Sicht daher wenig Sinn, Selbstaufopferung aber eben auch nicht. Die Hilfe untereinander geht nie so weit, dass helfende Individuen sich oder ihre Lebensfreude / -grundlage dabei selbst aufgeben würden. Man hilft sich nicht um lediglich anderen beweisen zu können, wie „solidarisch“ man im Grunde seines Herzens doch ist. Die Notwendigkeit des Beweises alleine macht schon deutlich, welche Selbstzweifel viele Menschen in dieser Hinsicht häufig quälen. Welche Krise auch ansteht, das Leben geht in jedem Falle für Betroffene und Nichtbetroffene weiter. Aus natürlicher Sicht macht es keinen Sinn, zugunsten eines anderen auf die eigene Lebensfreude zu verzichten. Was würde es jemandem, dem es schlecht geht auch nutzen, wenn er mitansehen müsste, wie es dem Helfenden „solidarisch“ nun ebenfalls schrittweise schlechter geht? Helfen bedeutet nicht, sich selbst aufzugeben. Wer materiell, mental und physisch irgendwann nichts mehr hat, kann logischerweise auch niemandem mehr helfen. Resignation, Frust, Wut oder Burnout sind die zwangsläufigen Begleiter einer derartigen „Daueraufopferung“.

Geteiltes Leid, ... 

Viel sinnvoller erscheint es da, lieber die eigene Lebensfreude mit anderen zu teilen und nicht den mentalen Zustand des Leidens. Nichts ist so ansteckend wie ein freudiges Lachen aus tiefstem Herzen heraus, auch und gerade in Zeiten der Trauer und Verzweiflung. Wer hat es nicht schon erlebt, wie die liebevolle Unbedarftheit eines Kindes oder Tieres einem selbst aus so manch dunklem Gedankenverlies heraushalfen? Es ist Zeit, das Leben wieder auf eine neue, authentische Weise zu genießen, trotz, oder gerade weil, die eine oder andere Herausforderung auf die Menschheit wartet. Den Frust und den Ärger mal beiseitezulegen, und sich auf ein Gefühl der Dankbarkeit und Zufriedenheit zu fokussieren, am besten gemeinsam mit anderen. Oft sind es dabei die kleinen Dinge, die bereits große Veränderungen bewirken können. Probieren Sie es aus und leben Sie gerade in diesen wunderschönen Sommertagen einfach mal wieder los. Genießen Sie Ihren Tag, und zwar heute, nicht irgendwann!

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Wie ferngesteuert

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Eine kleine Übung, wenn die Erdung fehlt.

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Wie ferngesteuert

Eine kleine Übung, wenn die Erdung fehlt.

Die Tage und Wochen vor dem Urlaub sind leider oft wieder einmal die hektischsten. Es gibt noch so vieles, das unbedingt vor dem Start in die Ferien erledigt oder geklärt werden muss. Jedes Mal nehme ich mir erneut vor, gerade diese Zeit mal langsamer anzugehen und den Alltag gewissermaßen ausschleichen zu lassen, aber es klappt leider nie. Deshalb sitze ich auch diesmal länger als gewöhnlich vor dem Monitor, arbeite und bereite mich nebenbei mit einem kleinen Abstecher in die norwegische Nachrichtenwelt sprachlich und bildungstechnisch zumindest etwas auf unseren bevorstehenden Skandinavientrip vor.

Bei einem Beitrag über das norwegische Gesundheitssystem bleibe ich geistig hängen. Der Sprecher gibt an einen Experten ab, der von neuesten Forschungsergebnissen und darauf basierenden Empfehlungen des dortigen Gesundheitsministeriums berichtet. Es geht um die Zeit, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor den Bildschirmen von Computern, Tablets oder Fernsehern verbringen. Der Fachmann rät dazu, Kinder unter 2 Jahren gar nicht erst vor „die Kiste“ zu setzen und auch die Bildschirmzeit für ältere Kids und Teenager auf ein sinnvolles Maß zu begrenzen. Weg von iPad oder Xbox, hinaus an die frische Luft mit mindestens zwei bis drei Stunden Bewegung täglich. Und auch den Erwachsenen empfiehlt die Gesundheitsbehörde mehr sportliche Betätigung, um die physische und psychische Gesundheit zu erhalten, oder besser noch, zu stärken. Eltern hätten dabei eine Vorbildfunktion mahnt der Sprecher sanft, denn Kinder lernen am ehesten durch positive Vorbilder und nicht durch Verbote.

Wie ferngesteuert

Touché, denke ich. Auch mir könnte gerade im Moment etwas mehr Bewegung recht guttun. Also erhebe ich mich von meinem Stuhl und beschließe, eine kurze Runde durch den Wald zu drehen. Auf dem Weg dorthin spüre ich deutlich, wie abwesend ich eigentlich die Straße Richtung Forst entlang steuere. Mein Körper scheint anwesend, aber der Rest von mir irgendwie nicht. Schilder und Verkehrsteilnehmer fließen an mir vorbei. Alles läuft wie in einem Film, der mich selbst gar nicht zu betreffen scheint. Am Ziel angekommen braucht es diesmal satte 30 Minuten Spaziergang im Grünen, bevor ich langsam wieder bei mir selbst ankomme.

Während sich vorher alles ein wenig wie „ferngesteuert“ anfühlte und der Kopf immer noch in Dauerschleife die Aufgaben aus dem Büro abarbeitet, wird es nun ruhiger. Ich spüre meinen Körper wieder und auch die diffuse Gedankenlast verschwindet mit jedem Schritt ein kleines bisschen mehr. Wie die Bäume und Pflanzen in meiner Umgebung bin ich langsam ebenfalls wieder „geerdet“ und spüre, wie eine klare Energie in mir zu fließen beginnt. Es fühlt sich leicht und frisch an. Der diffuse Schwebezustand in meinem Kopf weicht einem deutlich vernehmbaren Gefühl der kraftvollen Verbundenheit. Als hätte ich direkt auf einer gigantischen Ladestation platzgenommen, fließt wieder neue Energie durch meinen Körper.

von Dirk Stegner

12. Mai 2022

„[...] Damit die Kommunikation mit diesem Gerät [Computer / Rechenmaschine] einfacher funktioniert, beginnt er die Welt zunehmend auch aus ihrer Perspektive zu betrachten. Und genau hier wird die Sache problematisch, denn Menschen sind eben keine Maschinen. Sie funktionieren nicht binär und mit Strom, sondern gewinnen ihre Energie aus ganz anderen Quellen. Computer brauchen keine Zuneigung, keine menschliche Nähe, ja nicht einmal organische Nahrung. [...]“

Auszug aus: Dirk Stegner „Trennungsgedanken“

Trennung von Geist und Körper

Langsam wird mir bewusst, was dieser Zustand mangelnder Erdung in mir auslöste. Mein Dasein spielte sich förmlich nur noch im Kopf ab. Der Rest des Körpers war einfach außen vor. Nicht nur der Bewegungsapparat, sondern vor allem auch die Gefühlswelt, nebst Bauchgefühl. Durch die digital geförderte Trennung von Geist und Körper war ein Teil von mir einfach wie abgeschnitten. Wie ein gefällter Baum zwar kurz im Frühling noch einmal austreibt, danach aber vertrocknet, scheint es auch mir selbst zu ergehen, wenn ich lediglich mein Gehirn mit virtuellen Inhalten füttere, statt auf ein energetisch weit umfangreiches Spektrum analoger „Kost“ zu setzen. Wie so häufig im Leben, macht wohl offensichtlich auch in dieser Hinsicht letzten Endes die Dosis das Gift.

Eine kleine Übung

Damit Du Dich in solchen Fällen zwischendurch ab und zu einfacher wieder „erden“ kannst, hier vielleicht eine kurze Übung, die genau diesen Vorgang unterstützt. Sinn und Zweck der im Folgenden beschriebenen Atemübung ist es, Dich als Mensch wieder intensiver mit der Natur zu verbinden und den energetischen (Durch)Fluss erneut gezielt herzustellen. Das sorgt für einen „direkteren Draht“ zur Natur und damit letzten Endes auch zu Dir selbst.

Der Atemzyklus
  • Konzentriere Dich bewusst auf Deine Atmung. Atme zum Beispiel das Gefühl von Klarheit tief „durch“ das Herzchakra (Herz- / Brustbereich) ein und stell Dir vor, wie Du beim darauffolgenden Ausatmen all die geistigen Nebelschwaden durch Deinen Körper vom Herzen an abwärts über den Bauchraum, den Unterkörper, die Beine und die Füße in den Erdmittelpunkt hinein wieder kraftvoll ausatmest.

  • Mit dem nächsten Atemzug atmest Du die durch die Erde gereinigte und gefilterte Energie erneut über die Füße ein, durch den ganzen Körper hindurch und zum Kronenchakra (Zentrum der Schädeldecke) nach oben in Richtung Himmel wieder aus.

  • Beim darauf folgenden tiefen Atemzug saugst Du die neue und klare Energie durch das Kronenchakra ein und atmet anschließend durch das Herzchakra aus.
Durchführung

Diese Atemübung kannst Du dabei sowohl im Stehen, als auch im langsamen Voranschreiten mehrmals wiederholen, mindestens jedoch dreimal. Spüre, wie Körper und Geist schrittweise ruhiger werden und die gedankliche Last des Alltags immer weiter von Dir abfällt. Führe diesen Zyklus solange aufmerksam durch, bis Du deutlich spürst, dass Du wieder ganz in der Gegenwart angekommen bist, und zwar auf allen Ebnen und nicht nur mit dem Kopf. 

Im Anschluss an diese Atemübung konzentrierst Du Dich nun voll und ganz auf Deine Schritte. Nimm wahr, wie sich der Boden unter Deinen Füßen anfühlt. Spüre jeden Schritt und achte dabei auch auf Deine Geschwindigkeit. Trabst Du noch oder gehst Du schon? Sind Deine Schritte harmonisch oder fühlt sich das Ganze noch etwas hölzern an? Nimm Dir einfach so lange Zeit, bis Du eine deutliche Besserung wahrnehmen kannst. Ein gutes Anzeichen dafür sind neben der langsam wieder einsetzenden Leichtigkeit übrigens auch ein spürbares Fließen Deiner Bewegungen. Das Gefühl der Benommenheit oder einer gewissen Getriebenheit sollte dann langsam dem der Lebendigkeit gewichen sein. Die Wahrnehmung wandert dabei fast automatisch wieder von innen nach außen. Genieße Deine Anwesenheit im Wald und die kurze Auszeit in der üppigen Fülle des neuen Grüns der Blätter.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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